Monats-Archiv: Juli 2017

Wie sichern wir unsere Kommunikationsserver gegen Erpresserviren ab?

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Thomas L.: Wir planen, unsere alte Telefonanlage mit knapp 340 Teilnehmern und 60 Amtsleitungen durch eine moderne Voice over IP Lösung zu ersetzen. Dabei denken einige bei uns im Haus an Microsoft Skype for Business. Ich informiere mich aktuell aber auch zusätzlich über zeitgemäße neue Lösungen von ausgewählten TK-System Herstellern. Dabei interessiere ich mich auch dafür, was AVAYA bieten kann. Insbesondere nach den jüngsten Angriffen mit Erpresserviren bei der Bahn und bei anderen Großunternehmen habe ich natürlich Angst um unsere Kommunikationsfähigkeit und schaue mir das Thema Sicherheit sehr genau an. Wodurch zeichnen sich die Lösungen von AVAYA aus? Wie würden unsere Kommunikationsserver gegen Erpresserviren abgesichert werden?


LT-Webteam
: Das Thema Ransomware, Erpresserviren oder Erpressertrojaner ist ein brandaktuelles Thema, welches viele Menschen bewegt. Die heutigen Telefonanlagen basieren auf Servertechnologie mit entsprechenden Betriebssystemen. Trotz dessen, dass fast alle Menschen in klassischen Bürojobs zunehmend per E-Mail kommunizieren, ist Telefonie etwas absolut Essentielles. Die Funktionstüchtigkeit der Telefonanlage wird für die direkte Kommunikation benötigt, für Serviceabläufe mit Kunden und Lieferanten und auch für Sicherheitsprozesse. Durch die Systemvermischung und zugleich hohe Bedeutung wird die Telefonie damit aber auch zu einem beliebten Angriffsziel von Hackern.

In den jüngsten Fällen mit den Erpressertrojanern „WannaCry“ und „Petya“ wurden Rechner mit Microsoft Windows Betriebssystemen angegriffen. Die hohe Verbreitung der Produkte von Microsoft macht diese für Hacker offenbar besonders attraktiv. Die Erpresser-Software unterscheidet dabei nicht, für welche Anwendung der jeweilige Rechner genutzt wird, ob als Arbeitsplatzrechner, als Anwendungsserver oder als Server für die Microsoft Skype for Business Telefonanlage.

Im Falle der Ransomware „Petya“ wurde gemäß Presseinformationen am 27. Juni 2017 damit ja offenbar sogar die Microsoft Skype for Business Telefonanlage des Nivea-Herstellers Beiersdorf lahmgelegt. Weite Teile des Unternehmens sollen betroffen und ohne Telefoniefunktion gewesen sein. Dabei soll Ursache für die Verbreitung des Erpresservirus‘ eine Sicherheitslücke im Windows Betriebssystem der Telefonserver gewesen sein.

Dies zeigt die Bedeutung und die Richtigkeit, sich über Sicherheitsthemen in Bezug auf die Telefonanlage Gedanken zu machen. Dies zeigt aber auch, dass es durchaus ein sinnvolles eigenes Sicherheitskonzept sein kann, nicht alles auf eine Karte zu setzen und die Telefonie bewusst von den Mail-Servern beziehungsweise den Servern für die Arbeitsplatzrechner zu trennen. Die Lösungen von TK-System Herstellern wie AVAYA nutzen meist eigene Software mit spezieller Ausrichtung und geringerer Verbreitung. Somit bieten diese ein getrenntes System, mit eigenen Sicherheitsmechanismen und geringerer Angriffsfläche. Aus diesem Grund würden wir Ihnen immer die Investition in ein separates TK-System empfehlen, egal ob von AVAYA oder von einem anderen Systemhersteller.

Wir haben Skype for Business in früheren Blogbeiträgen am Rande schon entsprechend thematisiert:

Gern bieten wir Ihnen auch an, dass wir einmal zu einem detaillierten Projektgespräch zu Ihnen kommen.

Haben Sie noch weitere Fragen? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf: Telefonisch unter +49 (30) 986 003-198 oder per E-Mail an avaya-blog@lipinski-telekom.de


Gibt es Neuigkeiten von AVAYA zum Thema Chapter 11?

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Dennis R.: Wie steht es um die aktuellen Entwicklungen zum Thema Chapter 11 bei AVAYA? Wissen Sie dazu mehr?

LT-Webteam: Bei AVAYA ist man in Bezug auf das Thema Chapter 11 (älterer Beitrag: Beantragung des Gläubigerschutzes nach Chapter 11 durch AVAYA Inc. in den USA) aktuell sehr zuversichtlich. Noch vor dem Geschäftsjahreswechsel am 30. September 2017 will AVAYA eigenständig das Kapitel Chapter 11 beenden. Bis dahin sind jedoch noch verschiedene Gespräche mit Gläubigern und potentiellen neuen Anteilseignern zu führen.

Das benannte Ziel von AVAYA ist es, dass die ursprüngliche Verschuldung des Unternehmens von zirka 6 Milliarden US-Dollar reduziert wird auf zirka 2 Milliarden US-Dollar bei zugleich günstigeren Zinssätzen für die Verbindlichkeiten. Zugleich bereitet AVAYA eine umfassende Offenlegung des Geschäftsmodells sowie der eigenen Geschäftsfähigkeit unter Maßgabe der neuen Rahmenbedingungen vor, welche in einer Anhörung am 25. Juli 2017 geprüft werden soll. Nachfolgend sind dann offenbar noch weitere Verhandlungen mit den Gläubigern notwendig, die den Plänen von AVAYA mindestens teilweise zustimmen müssen. Abschließend muss dann das Gericht den Plänen von AVAYA zustimmen, Chapter 11 zu beenden, welches gewollt von AVAYA noch im September 2017 erfolgen soll.

Wenn dies alles so kommt, wie es von AVAYA kommuniziert wird, dann ist es sehr gut möglich, dass AVAYA am Ende des Chapter 11 Prozesses – wie geplant – deutlich stärker aufgestellt ist und sehr viel besser für die Zukunft gerüstet ist also zuvor. Insofern war Chapter 11 dann für AVAYA vielleicht ein reinigendes Gewitter.

Bei weitergehenden Fragen helfen wir Ihnen gerne. Wenden Sie sich dazu bitte telefonisch an +49 (30) 986 003-198 oder per E-Mail an avaya-blog@lipinski-telekom.de.


Gibt es Neuigkeiten zum Verkauf der Netzwerksparte von AVAYA?

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Dennis R.Haben Sie Neuigkeiten zum Verkauf der Netzwerksparte durch AVAYA? Ist Extreme Networks Inc. nun der Käufer? Und was bedeutet dies für uns als Kunden und Nutzer von AVAYA Data Produkten?

LT-Webteam:  Ja, es gibt Neuigkeiten (siehe auch älteren Beitrag: Hat AVAYA die Netzwerksparte verkauft). Und ja, Extreme Networks Inc. ist der Käufer. Dies wurde am 31. Mai 2017 durch AVAYA bestätigt. Der Verkauf wurde durch das Insolvenzgericht (United States Bankruptcy Court des südlichen Districts von New York) genehmigt. Offiziell abgeschlossen sein soll die Transaktion am 05. Juli 2017 beziehungsweise kurz danach.

Während einer Übergangsphase gibt es zunächst keinerlei praktische Änderungen im Ablauf und Bezug von Netzwerkprodukten von AVAYA. Das Geschäft soll weiterlaufen wie gehabt. Die bestehenden Kundenbeziehungen sollen dadurch geschützt werden, denn diese stellen auch einen wichtigen Teil des Wertes der verkauften Netzwerksparte dar.

Erst schrittweise, vermutlich zum Geschäftsjahreswechsel bei AVAYA, ab 01. Oktober 2017, soll der Verkauf der Netzwerksparte dann auch ablaufbezogene Änderungen nach sich ziehen. Die mit dem Markennamen AVAYA versehenen Produkte sollen jedoch auch noch eine Zeit lang unter dem neuen Eigentümer Extreme als AVAYA Produkte verkauft werden. Es sind sogar noch weitere Produktneueinführungen unter dem Markennamen AVAYA für die Zeit bis Anfang Oktober 2017 geplant.

AVAYA soll im Rahmen der Umsetzung des Verkaufs ein Großkunde von Extreme werden und darüber die Möglichkeit erhalten, bestehende eigene Vertragssituationen mit Endkunden passend mit Netzwerkprodukten des neuen Eigentümers Extreme zu beliefern. Dies wird dann auch eine Bezugsmöglichkeit für uns als Business Partner von AVAYA sein, ehemalige AVAYA Data Produkte (und dann Extreme Produkte) zu beziehen. Ebenso sind wir jedoch dabei, auch einen direkten Bezugsweg mit Extreme Networks aufzubauen.

Ziel für uns ist es, dass wir Sie weiterhin zuverlässig mit passenden Netzwerklösungen versorgen können und Ihnen weiterhin auch die notwendige Versorgungssicherheit in Bezug auf den von Ihnen gewünschten Service bieten können.

Bei weitergehenden Fragen helfen wir Ihnen gerne. Wenden Sie sich dazu bitte telefonisch an +49 (30) 986 003-198 oder per E-Mail an avaya-blog@lipinski-telekom.de.