Monats-Archiv: November 2017

Chapter 11 Verfahren von AVAYA fast abgeschlossen

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Dennis R.: Hat AVAYA das Chapter 11 Verfahren abgeschlossen?

LT-Webteam: Fast. Es ist richtig, dass es seit 28.11.2017 gute Neuigkeiten gibt. Die finale gerichtliche Anhörung zum Abschluss des Chapter 11 Verfahrens von AVAYA hat stattgefunden und hat den durch AVAYA vorgelegten Restrukturierungsplan bestätigt. Damit ist es AVAYA gerichtlich gestattet worden, dass Chapter 11 Verfahren bis Ende Jahr 2017 abzuschließen.

Im Ergebnis sind damit die seit Monaten von AVAYA schrittweise immer wieder veröffentlichen Planungskonkretisierungen und Hoffnungen zu dem Verfahren bestätigt worden.

Das Kapitel ist damit abgeschlossen und AVAYA startet runderneuert neu in das Kalenderjahr 2018 und beginnt damit unbelastet vermutlich eine neue Erfolgsgeschichte, zumindest wenn man die sehr spannende Roadmap der Produkte betrachtet.

Die offizielle Pressemitteilung von AVAYA finden Sie hier.

Bei weitergehenden Fragen helfen wir Ihnen gerne. Wenden Sie sich dazu bitte telefonisch an +49 (30) 986 003-198 oder per E-Mail an avaya-blog@lipinski-telekom.de.


Microsoft Teams ersetzt mittelfristig Microsoft Skype fur Business

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Hans-Peter G: Jetzt habe ich einmal eine Frage zum Thema Skype for Business. Ich habe gerade gelesen, dass Microsoft die Telefonlösung Skype for Business nun durch Microsoft Teams ersetzen will. Was bedeutet dies? Können wir nun nicht mehr auf Skype for Business wechseln? Müssen wir nun Microsoft Teams einsetzen? Ist dies nur ein anderer Name oder auch eine andere Lösung?

LT-Webteam: Das ist richtig, Microsoft hat auf der Konferenz Ignite 2017 bekanntgegeben, dass Skype for Business auf mittlere Sicht hin durch Microsoft Teams ersetzt werden soll. Vorerst soll jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2018 noch ein neuer Skype for Business Server für Unternehmenskunden angeboten werden. Dieser richtet sich an Kunden, die noch nicht gleich auf Microsoft Teams wechseln wollen.

Aller Voraussicht nach ist dies dann jedoch die letzte serverbasierende Lösung von Microsoft Skype for Business vor der Produktablösung durch Microsoft Teams, welches jedoch ausschließlich aus der Cloud bereitgestellt wird. Ein genauer Produktentwicklungsplan der dies belegt, ist allerdings noch nicht durch Microsoft veröffentlich worden.

Microsoft Teams ist seit März 2017 fester Bestandteil von Office 365. Es soll die Schaltzentrale bilden zur Zusammenarbeit in verteilt lokalisierten Teams. Dabei können lizensierte Nutzer auf die bekannten Microsoft Office Anwendungen zugreifen, SharePoint nutzen, chatten sowie Sprachanrufe oder Videotelefonate führen. Die Software wird dafür auf Basis der Mietmodelle von Microsoft Office 365 bereitgestellt und die notwendige Serverkapazität liegt in der Public Cloud von Microsoft.

Die zur Zeit bereits nutzbaren Telefonie- oder Videofunktionen sind noch relativ einfach gehalten. Erst im Zeitverlauf sollen einige grundlegende Funktionen einer professionellen Telefonanlage zusätzlich durch Microsoft Teams abgebildet werden können.

Beispielsweise ist es aktuell nicht ohne Zusatz-Gateways möglich, Anrufe ins öffentliche Telefonnetz oder zu Mobilfunknummern zu führen. Ebenso können noch keine Telefonkonferenzen durchgeführt oder Anrufvermittlungen vorgenommen werden. Damit kann Microsoft Teams zur Zeit noch kein sinnvoller Ersatz für eine professionelle Telefonanlage sein.

Bemerkenswert ist, dass Microsoft Teams es erfordert, daß die Anwender damit zwangsweise auf eine Cloud-Lösung umsteigen und dies als Public Cloud. Die Daten befinden sich damit bei Microsoft im Rechenzentrum, welches allerdings in Deutschland lokalisiert ist.

Auch der Telefonanschluss muss ebenfalls ins Rechenzentrum verlegt werden. Dies erfordert einerseits sehr große Sicherheitsüberlegungen in Bezug auf die SIP-Leitungen und auf den mögliche Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Konzepte zur Ausfallsicherheit bei dezentral aufgestellten Unternehmen oder auch zum Backup vorhandener Telefonanschlüsse sind nur noch schwer umsetzbar. Änderungen an heute vorhandenen einheitlichen Rufnummernplänen werden notwendig werden.

Und durch die Zentralisierung der Telefonielösung in Form von Microsoft Teams als Teil von Office 365 steigt die Gefahr von unerwünschten Systemveränderungen nach Zwangsupdates. Denn weiterführende Leistungsmerkmale an Telefonie- oder Videofunktionen können nur über Ergänzungen durch Entwicklungen von Drittanbietern bereitgestellt werden. Nach zentral eingeleiteten Softwareaktualisierungen können diese in der Funktion jedoch eingeschränkt sein und eine manuelle Nachanpassung des Drittanbieters erfordern. Dies macht die für Unternehmen sehr grundlegende Funktion des Telefonierenkönnens jedoch insgesamt äußerst anfällig.

Als Fazit können Sie also immer noch auf Skype for Business wechseln, vermutlich auch noch nach Mitte 2018. Jedoch wird dieses Produkt, welches aktuell noch als Software auf eigenen Servern installiert werden kann, in absehbarer Zeit durch die reine Public Cloud Lösung Microsoft Teams abgelöst werden. Microsoft Teams birgt eine Reihe von funktonalen Nachteilen gegenüber einer professionellen Telefonanlage. Die Investition in Microsoft Skype for Business wäre aus heutiger Sicht betrachtet daher eine Investition in ein absehbar endendes Produkt.

Wir empfehlen Ihnen aus diesem Grund die Investition in eine professionelle Telefonanlage. Ihre Anfrage Sie uns gern per E-Mail an avaya-blog@lipinski-telekom.de oder kontaktieren Sie uns per Telefon unter +49 (30) 986 003-198. 


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Finale gerichtliche Anhörung und Abschluss des Chapter 11 Verfahrens

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Dennis R.: Da habe ich nun wiedermal eine Frage. Beim letzten Mal hatten Sie mir mitgeteilt, dass Ende November 2017 die finale gerichtliche Anhörung zum Thema Chapter 11 bei AVAYA erfolgen soll. Ist dies der letzte Stand?

LT-Webteam: Als AVAYA Partner bekommen wir die Informationen zum Thema Chapter 11 immer sehr schnell weitergeleitet, sowohl direkt aus den USA, als auch durch die deutsche Partnerorganisation von AVAYA.

Am 24. Oktober 2017 hat AVAYA bekanntgegeben, dass ein einvernehmlicher Restrukturierungsplan vorliegen würde, der von allen Hauptgläubigern unterstützt wird. Damit sind nun wohl die letzten Hürden zum Abschluss des Chapter 11 Verfahrens von AVAYA aus dem Weg geräumt. Die finale gerichtliche Anhörung zur Wegzeigung für den Abschluss des Verfahrens soll Ende November 2017 erfolgen.

Im Verlauf des Dezembers 2017 oder mit dem Jahreswechsel wird der erfolgreiche Abschluss des Chapter 11 Verfahrens von AVAYA erwartet. AVAYA befindet sich zugleich in der Abschlussphase für die Finanzierungsverhandlungen zur Umsetzungen der Restrukturierungsplanung, die im Rahmen des Chapter 11 Verfahrens vereinbart wurde. Im Ergebnis wird es dann eine Aktiengesellschaft AVAYA geben.

Finanziell hat sich damit die Schuldenlast des Unternehmens von rund 6 Milliarden US-Dollar auf rund 3 Milliarden US-Dollar halbiert. Die jährlichen Zinsaufwendungen sollen damit in einen Bereich von rund 200 Millionen Euro gesunken sein, welches einen wesentlichen positiven Effekt für das Unternehmen darstellt.

Für AVAYA war der Schritt des Chapter 11 Verfahrens damit aller Voraussicht nach eine kluge Entscheidung, in deren Folge AVAYA als gestärktes und wettbewerbsfähigeres Unternehmen neu hervorgegangen ist.

Bei weitergehenden Fragen helfen wir Ihnen gerne. Wenden Sie sich dazu bitte telefonisch an +49 (30) 986 003-198 oder per E-Mail an avaya-blog@lipinski-telekom.de.